Berufung von Prof.in Yamamura

 

Berufung zur Juniorprofessorin am Geographischen Institut

Prof.in Yamamura © Fotohaus Preim

Frau Sakura Yamamura ist zum 1. März 2022 zur Juniorprofessur für Digitale Methoden in der Humangeograpie an das Geographische Institut berufen worden. Sie wird mit ihrer Expertise in der kultur- und sozialgeographischen Migrations- und Stadtforschung neue Akzente zur Erforschung der digitalen Umwelt und der Kontexte der Digitalisierung in Geographie setzen, und auch den Einsatz neuer digitale Methoden zur Erforschung humangeographischer Fragestellungen voranbringen. Die Digitalisierung ist nicht nur Teil ihres Forschungsvorhabens, sondern auch ein wichtiger Aspekt ihrer Lehre in der Kulturgeographie.

Frau Yamamura war bis Februar 2022 als Postdoktorandin in der Abteilung für soziokulturelle Vielfalt am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnsiche Gesellschaften tätig. Dort befasste sie sich mit den sozialräumlichen Transformationen von Globalen Städten wie Tokyo und Frankfurt, die durch die Interaktion verschiedener transnationaler Akteure induziert werden. Im Zusammenhang mit der migrationsbedingten Diversifizierung von Gesellschaften (Superdiversität) forschte sie auch zum migrantischen Unternehmertum. Unter Anwendung sowohl quantitativer als auch qualitativer Methoden werfen ihre Arbeiten neues Licht auf die geographische Verortung und Kontextualisierung neuer gesellschaftlicher Phänomene.

Sie studierte Geographie, Soziologie und Ethnologie an der Universität Hamburg, der Université de Paris 1 - Sorbonne und der University of California in Berkeley. Sie war zudem Junior Visiting Fellow am Maastricht Centre for Citizenship, Migration, and Development (MACIMIDE) an der Universität Maastricht. In der Zeit von 2015 bis 2019 lehrte sie an den Geographischen Instituten der Universität Hamburg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo sie auch innovative Lehrkonzepte inbesondere im Blended-Learning und praxisorientiertem Service-Learning umsetzte.

Zuvor arbeitete sie in der Forschungsgruppe Migration am Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), und bringt auch außeruniversitäre Berufserfahrungen von ihrer Tätigkeit als Policy Analystin und Consultant in der Abteilung International Migration Division der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit.